Lohners Sortiment, © Lohners

Tradition, Natürlichkeit - und Digitalisierung: „Die Lohners“

Seit mehr als hundert Jahren geht in der Bäckerei „Die Lohners“ in Polch der Ofen nicht aus. Aus dem kleinen Familienbetrieb ist ein Unternehmen mit rund 185 Fachgeschäften geworden. Zur traditionellen Handwerksqualität kommt der bewusste Einsatz von KI und Digitalisierung.

„Die Lohners“ ist eine echte Marke für handwerkliche Bäckerqualität im Westen Deutschlands. In den vielen Fachgeschäften in der Eifel, im Rheinland, Hessen und Nordrhein-Westfalen gehen täglich ofenfrische Backwaren über die Ladentheke. Geschultes Verkaufspersonal ist für die Kunden da. In jeder Niederlassung werden – angereichert mit saisonalen Sortimentsnischen – durchschnittlich rund hundert verschiedene Artikel angeboten, von herzhaften Brotsorten über Snacks bis zu Konditorwaren. Überlieferte, individuelle Rezepte machen das Herzstück des Sortiments aus, darüber hinaus werden neue Verbrauchertrends wie die Verwendung von Urgetreide oder vegane Sorten erfüllt. All das erfordert eine optimal abgestimmte Verarbeitung der Rohstoffe, eine reibungslose Logistik, die permanente Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten sowie natürlich Energieeffizienz. Da ist die Digitalisierung bereits seit mehr als 15 Jahren bei den Lohners ein selbstverständlicher Faktor – trotz aller Bodenständigkeit und bewusster Tradition.

Handwerk mit Zukunftsorientierung

Seit Josefine und Josef Lohner im Jahr 1912 ihre Bäckerei in Cochem gründeten, ist die Philosophie strikt auf echte Handwerkskunst ausgerichtet. Daran haben auch die Erweiterungen durch Enkel Achim Lohner, der den Betrieb in die Eifel zunächst nach Hambuch und 1996 nach Polch verlagerte, nichts geändert. Mittlerweile ist die Achim Lohner GmbH & Co. KG in eine Stiftung umgewandelt worden, geschäftlich und operativ geführt von Marc Kranz und Helmut Moll. Sie sorgen dafür, dass das familiäre Klima der Traditionsbäckerei bleibt und zugleich die modernen Anforderungen erfüllt werden. Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit sowie Arbeitgeberattraktivität sind Themen, die überall bewusster als in früheren Jahrzehnten im Mittelpunkt stehen. Da sind „Die Lohners“ ganz vorn: Verliehen wurden ihnen unter anderem der Große Preis des Mittelstandes, eine Vielzahl von Branchenpreisen oder die neue Zertifizierung als „Greenbaker“, die nach 19 von der EU definierten Kriterien unabhängig geprüft wird. Dahinter stecken ausgefeilte Nachhaltigkeitsstrategien und Maßnahmen zur Fachkräftebindung.

Die Chancen digitaler Projekte nutzen

In positivem Sinne ist die Bäckerei „Die Lohners“ in vielfacher Hinsicht digital aufgestellt: zum Beispiel im Bewerbermanagement, das neben der Suche nach Arbeitskräften vor allem über social media auch die Kennenlerngespräche niedrigschwellig online gestaltet. Auch das Marketing geschieht über paid-social-Kampagnen. Digitale Kassenbons, das DMS-System zur Rechnungsbearbeitung oder das Facility Management sorgen für Einsparungen beim Papier- und Energieverbrauch. Der Materialfluss ist dank SIMplan optimiert. Food Tracks und die Einbindung in die beliebte Verbraucher-App „Too good to go“ helfen, eine Überproduktion zu vermeiden und Lebensmittel zu retten. Klar ist auch, dass die interne Kommunikation dank intratool digitalisiert und transparent ist. „Berührungsängste mit KI und Digitalisierung haben unsere Beschäftigten nicht“, sagt Helmut Moll, „neunzig Prozent von ihnen nutzen diese Chancen.“ Da die Lohners sehr nutzerfreundliche und intuitiv bedienbare Branchensoftware implementiert haben, gebe es keine Probleme in der Anwendung. Auch Kunden können von der modernen Digitalisierungsstrategie der Bäckerei profitieren: Im online-Shop ist es möglich, die Wunschbackware vorab zu bestellen und zu bezahlen. „Beim Abholen in der Filiale hat man dann einen echten Zeitvorteil, gerade zu hochfrequentierten Öffnungszeiten.“

Nachhaltig und sozial – so geht modernes Bäckerhandwerk

Ein vernünftiges Steuern der täglichen Produktionsmenge ist das Fundament, um eine unökologische Überproduktion zu vermeiden. Was dennoch übrig bleibt, geht täglich an 38 Tafeln und an Filialen, die an der Initiative „Too Good To Go“ teilnehmen. Bestimmte Restteige können für den Backprozess selbst wiederverwendet werden und verleihen frischem Brot sogar ein Plus an Aroma. Was dafür ungeeignet ist, verwandelt sich teils in Tierfutter für die Landwirtschaft. Nicht Wiederverwertbares wandert in Biogasanlagen und produziert so wiederum Energie für die Bäckerei; ebenso zukunftsweisend sind Beteiligungen an Windparks. Bereits seit längerem federn die PV-Anlagen auf dem Dach und die Technik zur Wärmerückgewinnung für die Backstube den hohen Energiebedarf ab. Für kurze Transportwege und gute Wertschöpfung vertrauen „Die Lohners“ möglichst auf Erzeuger und Zulieferer aus der Großregion. Mit verschiedenen geldwerten Zusatzleistungen, im Schnitt übertariflichen Entgelten, Betrieblichem Gesundheitsmanagement, viel Wertschätzung und handfester Unterstützung bei Problemsituationen ist auch die innerbetriebliche und menschliche Seite hoch entwickelt.

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Portrait Kranz, © Lohners

Wir bleiben immer regional verwurzelt. Der EIFEL Award für Nachhaltigkeit und der EIFEL Award für Digitalisierung sind wichtige Anerkennungen und klare Zeichen, dass wir sowohl bodenständig und sozial in der Eifel verankert wie auch zukunftsorientiert sind.

Marc Kranz - Geschäftsführer
EIFEL Award 2024-Signet

Mit seinen digitalen Tools wird das Nachhaltigkeitsbestreben des Unternehmens eindrucksvoll unterstützt. Zudem tragen die vielfältigen digitalen Instrumente zur Zukunftssicherung, Mitarbeiterzufriedenheit und Kundenbindung bei.

Achim Lohner GmbH & Co. KG

Rudolf-Diesel-Str. 18
56751 Polch
Telefon: +49 2654 9484 0

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